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Grußwort
für die Grundsteinlegung
Rede Pastor Dr. Andreas Pawlas
Liebe Festgemeinde,
An die erste
Stelle gehört jetzt natürlich ein herzliches Dankeschön
an Sie,
lieber Herr Wiebold, dass Sie mich als Kirchenmann zu dieser Grundsteinlegung
eingeladen haben.
Wenn nun so der "Grund"-stein gelegt werden soll, dann
kann man sich allerdings
kaum dagegen erwehren, dass einen "grund"-sätzliche
Gedanken fast überfallen.
Und da bin ich grundsätzlich sehr froh, dass uns unser Gott
nicht nur das garantiert "Not-wendige" täglich Brot
für unserem Leben gibt, sondern auch das, was
aus den Gaben seiner Schöpfung darüber hinaus Schönes
und Gutes gestaltet und geformt werden kann, und dazu gehören
doch auch Ihre wunderbaren süßen Pralinen.
Und darum ist es schön, dass zu ihrer besseren
Herstellung nun der Grundstein für das neue Gebäude
gelegt werden soll.
Zum Thema "Grund"-stein und "grund"-sätzlichen
Gedanken gehört natürlich auch die Erfahrung: Wenn in
den Grundlagen irgend etwas schief ist, wenn also der Grundstein
verkehrt gelegt ist, dann wird das ganze Gebäude schief und
verkehrt und bricht sicherlich irgendwann zusammen.
Kirche beschäftigt sich deshalb auch immer bewusst mit diesem
Grundsätzlichen
und ist ja auch der Ort, an dem dieses Denken weitergegeben wird.
Und zu diesem Grundsätzlichen hören wir in der Bibel einen
wichtigen Satz
und in manchen der mittelalterlichen Häuser in unseren Altstädten
ist er auch noch in den Balken über der Eingangstür eingeschnitzt.
Und dieser Satz aus Ps 127 heißt:
"Wenn der HERR nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die
daran bauen."
Ps 127,1
Das klingt für
unsere heutige Zeit im ersten Moment verwunderlich.
Denn wozu haben wir denn unsere guten Architekten unsere versierten
Mauerer oder Dachdecker?
Es scheint doch nur darauf anzukommen, dass wir alles vernünftig
und gut planen,
professionell und korrekt ausführen und dann zügig und
dynamisch in Betrieb nehmen.
Damit erscheint doch der Erfolg garantiert.
So soll man jedenfalls manchen Hochglanz-Werbebroschüren von
Unternehmensberatern glauben.
Aber letztlich
wissen wir alle, dass das unrealistisch ist.
Wenn wir ganz genau analysieren, wissen wir alle, dass Erfolg letztlich
nicht erzwingbar ist.
Denn wie oft haben wir uns schon gemüht und gerackert, aber
dann hatte etwa am Ende der Markt ganz andere Dinge gefordert, oder
dann kam etwa schlimme Krankheit
oder ein Lieferant machte Konkurs und dann war sehr schnell alles
vergeblich, was wir uns ausgedacht hatten.
Unsere Vorväter
wussten darum genau, was es bedeutete, wenn sie sagten
"Da liegt kein Segen drauf".
Sie wussten, da hat alles Strampeln und Mühen keinen Sinn.
Es wird einfach nicht klappen.
Das ist der Sinn dieses Wortes,
"Wenn der HERR nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die
daran bauen."
Ps 127,1
Aber umgekehrt
wussten unsere Vorväter auch, wenn Segen darauf
liegt, dann wird alles gut gedeihen oder gut gelingen.
Und weiter wusste man, dass man Gott um seinen Segen bitten
musste, dass man den Herrn über alles Wachsen und Gedeihen,
über alles Sich-fügen und gutes Zusammenwirken, um seinen
Segen bitten musste, damit alles gelingt und damit alles gut und
schön wird.
Ich möchte
Ihnen darum jetzt für diese Grundsteinlegung ein solches Segenswort
sagen:
Gott segne diesen
Bau und dieses Haus.
Gott bewahre alle,
die jetzt hier arbeiten
vor Unfällen und Gefahr.
Gott lasse diesen Bau
in Frieden vollenden vollendet werden.
Gott schenke sodann der Arbeit aller,
die dann in diesem Bau tätig sein werden,
gute Frucht und gutes Gelingen.
Gott schenke
ihnen gute Gedanken zu aller Zeit.
Und in schwierigen Zeiten der Prüfung,
Schenke Gott ihnen den Glauben
und die Gewissheit,
dass sein helles und mildes Licht über ihnen leuchtet
und stärker ist
als alles Schlimme und alle Dunkelheit.
So segne und
behüte Euch
Gott, der Vater, der Sohn und der Hl. Geist.
Amen.
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