"Das
blaue Wunder"
Skulptur von Prof. Heinrich Brummack - installiert
auf dem Gelände der Wiebold-Confiserie in Elmshorn.
Ob in der Neuen Nationalgalerie (Berlin), dem Kunstgewerbe-Museum in
Hamburg oder in internationalen Museen, wie z. B. in Tokio, Osaka und
Nykosia, der Documenta in Kassel (1987), Bildhauer und Professor (Fachhochschule
Münster) Heinrich Brummack (u. a. Villa-Massimo-Preisträger)
gehört zu den bedeutensten Künstlern in Deutschland.
Sein Werk "Das blaue Wunder" -ein goldener
Hase auf roter Säule mit blauem Fisch an der Angel, steht nun in
Elmshorn. Genauer gesagt auf dem Firmengelände der Wiebold-Confiserie
und betrachtet alle Besucher des süßen Unternehmens.
Der Hase auf Wanderschaft
Von seinem vorläufigen Standort im Rosengarten
(Teil des Kölner Vorgebirgeparks), wurde er für eine Einzelausstellung
von der Galerie Jaspers erworben und stand in München (nahe der
Pinakothek der Moderne), bis eifrige Münchner Beamte ihn aus dem
öffentlichen Raum vertrieben und er zunächst einen Standplatz
in Kisslegg/Allgäu fand.
Nun also hat er eine neue Behausung gefunden, der Goldhase
auf der Säule. Im Pralinenparadies, ein Wunderland des Edlen und
Schönen, mag keiner glauben, dass ein Karottenfresser zum Fischesser
mutiert. Und so setzt er ein i-Tüpfelchen, wenn wir eintauchen
in eine Parallelwelt zur harten Wirklichkeit. "Pralinenhersteller,
das stellen sich viele ja vor wie Alice im Wunderland," sagt der
Geschäftsführer Walter R. Wiebold, "und so verbinden
wir ein wenig Traum und Realität für Mitarbeiter und Gäste,
und wenn Sie uns verlassen, fällt Ihr Blick auf den Goldhasen und
unseren steten Wunsch: Alles Gute!"
"Der Hase soll uns aber auch daran erinnern, dass
wir Geduld brauchen und dass man seine Angel dort auswirft, wo die Gründe
fischreich sind ~ und dass der Köder dem Fisch und nicht dem Angler
schmecken muss, dass wir uns immer am Kunden orientieren müssen",
so Walter R. Wiebold, Pralinenmacher aus Leidenschaft und kreativer
Berufung.
Osterhasen kennt man auch aus Schokolade und in Goldfolie
verpackt. Dieser ist sehr realistisch aussehend geschaffen und "wacht"
ganzjährig auf dem Betriebsgelände.
Der Hase ruht in sich, locker sitzt er auf der roten Säule, mit
seinem blauen Fisch und betrachtet das umtriebige Schokoladen-Geschäft
mit seiner rund um die Uhr 7 Tage Produktion der edlen "Hüftgold"-Verführer.
Zum Abschied scheint er zu sagen: "Erholt euch
von der Arbeit, entspannt Seele und Geist, seid heiter und freut euch
des Lebens. Habt Spaß und seht die schönen Dinge jeden Tag."
Wer das Kunstwerk länger betrachtet, kann sich
"fallen lassen" und merkt, dass es vielleicht mehr zu betrachten
gibt, als man real erkennt. Der Hase ist hier fremd und passt doch ganz
wunderbar in das die Fabrik umgebende Grün.
Hier hat er nun seine Heimat gefunden nach langem Weg
quer durch Deutschland.
Ob es ein Zufall ist?
Fish! ist ein besonders erfolgreiches Motivationskonzept
und wird im Hause Wiebold "gelebt". Nun schließt sich
am Ende doch der Kreis und man erkennt, warum der Hase keine Praline
- sondern einen blauen Fisch an der Angel hat. "Es lebe die Heiterkeit
! Arbeit soll Spaß und Freude machen ! Die Mitarbeiter sollen
frei von Sorgen arbeiten." "Sei verantwortlich !", ist
einer der Kernsätze Wieboldscher Führung und so wird der Hase
auch zum Vorbild für das süße Miteinander eines erfolgreichen
Schoko-Teams in der Holsteinischen Provinz, von wo aus der Markt der
großen, weiten Welt erobert werden soll.
Das Schoko- und Trüffelparadies ist kein Wunderland,
aber es macht Spaß, hier zu arbeiten und einzukaufen, weil niemand
sich selbst zu ernst nimmt und alle sich kindliche Neugierde bewahren
- ein bisschen Alice wird eben doch bewahrt im Schokoladen-Paradies.
Neues Denken / Neue Konzepte / Neue Produkte
Diese Leitsätze gelten auch für das Verständnis
zur Kunst, welches die Wiebold-Confiseure auszeichnet.
Man darf auf die nächste Installation schon sehr
gespannt sein.....
©Wiebold-Confiserie 2005
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Michael Jaspers
www.galerie-jaspers.de